Das Solow-Paradoxon – Milliardenförderungen in Digitalisierung – für… nichts?

Das Solow-Paradoxon – Milliardenförderungen in Digitalisierung – für… nichts?


Als Teil der Performance Experten schreibe ich regelmäßig über Themen, die den Mittelstand bei der digitalen Transformation wirklich beschäftigen – abseits von Hype und Hochglanz-Präsentationen. Mein aktueller Beitrag greift ein Phänomen auf, das selten beim Namen genannt wird, aber die meisten Digitalisierungsprojekte still und leise begleitet: das Solow-Paradoxon.

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Worum geht es?

Alle reden über KI, Automatisierung und digitale Transformation. Budgets fließen, Tools werden eingekauft, Dashboards aufgebaut. Und wenn man dann in die Produktivitätszahlen schaut – Stillstand.

Genau das beschreibt das Solow-Paradoxon. Der Nobelpreisträger Robert Solow formulierte es bereits 1987 treffend: Das Computerzeitalter ist überall sichtbar – außer in der Produktivitätsstatistik.

Was damals für den PC galt, gilt heute für KI und Digitalisierung genauso. Laut Statistischem Bundesamt stagniert die Arbeitsproduktivität in Deutschland seit Beginn der 2020er Jahre weitgehend – 2024 war sie sogar rückläufig. Der Technologie-Hype allein übersetzt sich eben nicht automatisch in messbare Effizienzgewinne.


Warum bleibt der Fortschritt unsichtbar?

In meiner täglichen Projektarbeit mit KMUs beobachte ich immer wieder dieselben Muster, die erklären, warum Technologieinvestitionen so oft wenig bewirken:

Traditionelle Kennzahlen erfassen viele der tatsächlichen Gewinne gar nicht – bessere Datenqualität, schnellere Entscheidungen, weniger Suchaufwand. Das ist real, aber messbar schwer greifbar. Dazu kommt, dass neue Technologien Zeit brauchen: Prozessanpassungen, Schulungen, kulturelle Veränderungen – das dauert oft Jahre, nicht Wochen.

Besonders im Mittelstand kommt ein weiterer Faktor hinzu: Die Gewinne der Digitalisierung konzentrieren sich bislang stark auf Tech-Konzerne und große Unternehmen. KMUs hinken strukturell hinterher – nicht weil die Technologie für sie nicht geeignet wäre, sondern weil Implementierung und Integration aufwendiger sind und weniger begleitet werden.

Und dann gibt es den Faktor, über den kaum jemand offen spricht: Unternehmen kaufen Software, um modern auszusehen – nicht um besser zu werden. Mehr Tools, mehr Dashboards, mehr Meetings über Daten. Aber nicht mehr Output.


Was das für KMUs bedeutet

Der Hebel liegt für kleine und mittelständische Unternehmen nicht in noch mehr Tools. Er liegt in drei Dingen: sauberer Messung, klaren Prozessen und einer konsequenten Umsetzung der digitalen Lösungen, die tatsächlich wirken.

Das ist anspruchsvoll. Aber es ist kein Hexenwerk.

Wer wissen will, ob seine Digitalisierungsinvestitionen wirklich Wirkung entfalten, muss zunächst in der Lage sein, diese Wirkung zu messen. Das setzt voraus, dass klare Ziele definiert werden – bevor das erste Tool eingeführt wird, nicht danach.


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Lars Kunau Geschäftsführer ambigus GmbH | Performance Experten

Veröffentlicht am: 7. März 2026Kategorie: Beratung & Change, Prozesse2,3 Min Lesezeit453 Wörter

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